Eltern sind sowieso zu alt

Eben. Deshalb ist es doch gleich viel besser, für diese Bremser nicht unnötig mitzudenken. Es geht ja schließlich um deren Kinder. Also bitte: Machen Sie Ihre Karriere-Seite so hipp und cool wie nur möglich. Am besten gezeichnete Cartoons im Manga-Stil, mit ordentlich Jugend-Sprech („Zack“, „Bam“ oder „Voi cooler Job, oida“). Dann halten sich die Eltern verlässlich fern. Die haben sowieso keine Ahnung, was das Beste für Ihre Kinder ist. Von Leistungsversprechen wie Aufstiegschancen in Ihrem Betrieb, Sicherheit des Arbeitsplatzes oder solider Ausbildung nehmen Sie am besten gleich Abstand – das ist sowieso alles altmodisch und stört nur die Überlegungen der Eltern, ihre Kinder vielleicht doch lieber in eine weiterführende Schule zu schicken. Ach, und ganz wichtig: Machen Sie mit Ihrem Angebot für Lehrlinge einen weiten Bogen um jene Medien, die Eltern normalerweise lesen. Dann können Sie doch nur erfolgreich sein, nicht wahr? Denn Jugendliche mit 13 oder 14 Jahren wissen schließlich längst selbst am besten, was gut für sie ist.